devatrox

Obama wird (vielleicht) Frieden gebracht haben. Oder so.

Wer mich kennt, weiß auch, dass ich Barack Obama positiv gestimmt bin. Er ist cool, Volksnah und kann grandiose Reden schwingen. Ich stehe hinter ihm und glaube, dass er in seiner Amtszeit viel bewegen wird. Doch realistisch betrachtet sieht es mit dem „Change“ im Moment noch etwas düster aus. Bisher hat er nur einen großen dicken Haufen Schulden gemacht. Allerdings hat er auch noch etwas mehr als 3 Jahre Amtszeit vor sich. Und genau hier frage ich mich, wofür genau Obama jetzt einen Friedensnobelpreis bekommen hat. Soll das ein aufmunternder kleiner Schubser für ihn sein? Jetzt steht er immerhin noch mehr unter Druck, seine Versprechungen einzulösen. Oder will Oslo sich nur einschleimen? Er selbst hat auch verlauten lassen, dass er sich diesen Preis (noch) nicht verdient hat und das spricht für ihn. Vielleicht wäre es noch konsequenter gewesen, wenn er ihn abgelehnt hätte. Aber er hat seine Gründe. Ich jedenfalls finde, dass das Komitee in Oslo zukünftig etwas vorsichtiger mit der Auswahl sein und mit der Arschkriecherei aufhören sollte. In 3 Jahren sieht die Sache vielleicht ganz anders aus und die Welt wird ihm einstimmig den Friedensnobelpreis gönnen. Jetzt sind erst einmal Taten gefragt. Seinen Fortschritt kann man sich übrigens bei PolitiFact ansehen. Wie ist eure Meinung dazu?

Im Anschluss noch Obama höchstpersönlich:


(YouTube DirektObama)

1 Kommentar

  1. Soooooooo, damit man hier nicht geschimpft wird. :B
    Ich finde das auch viel zu früh, selbst wenn man in Sachen Atomwaffen, Iran, Naher Osten seine Bemühungen und eventuell auch schon Erfolge erkennen kann, das ist trotzdem zu früh. Ich fände es sogar dann zu früh, wenn er es zum Beispiel geschafft hätte die Israelis und die Palästinenser zu versöhnen, das muss einfach warten. Nobelpreis hat immer was von Auszeichnung für das „Lebenswerk“. Physiknobelpreisträger oder Literaturnobelpreisträger kriegen den ja auch meistens erst, wenn die eigentlichen „Taten“ schon lange zurückliegen.
    Es wirkt schon ein bisschen wie eine Aufmunterung für Obama durchzuhalten, wo er doch gerade so viel Gegenwind in USA verspürt, aber ich glaube auch, dass sie ihm damit keinen Gefallen tun, ab jetzt muss er sich bei jedem Fehler oder Versagen anhören, dass er für sowas einen Nobelpreis bekommen hat. Und nach nichtmal einem Viertel (bzw. Achtel) seiner Amtszeit die vll. höchste Auszeichnung zu bekommen, die man für Friedensbemühungen bekommen kann ist einfach viel zu früh. (Wie oft habe ich jetzt schon „zu früh“ geschrieben?)
    Seine Reaktion find ich auch richtig, Ablehnen hat irgendwie auch immer ein bisschen was von Arroganz, die Reps hätten sich da doch genauso draufgestürzt. Sagen man hats nicht verdient und das Geld sofort spenden ist eigentlich immer eine gute Lösung.^^ Vor allem, da das Geld, das mit dem Preis kommt immerhin fast seinem Gehalt für ganze vier Jahre entspricht.

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